Feldhockey ist ein dynamischer Mannschaftssport mit langer Tradition – in Deutschland besonders erfolgreich. Hier erfährst du alles über seine Geschichte, Regeln und was ihn vom Hallenhockey unterscheidet
Die Geschichte des Hockeysports
Feldhockey zählt zu den ältesten Mannschaftssportarten der Welt. Seine Wurzeln reichen bis ins 3. Jahrtausend v. Chr. zurück, wo ähnliche Spiele in Persien, Griechenland und China gespielt wurden. In Europa entwickelte sich das moderne Hockey im 19. Jahrhundert in England, von wo aus es durch britische Soldaten und Kolonialisten weltweit verbreitet wurde.
In Deutschland ist der Hockeysport heute vor allem in Norddeutschland und im Westen der Republik stark vertreten. Der bayerische Hockeyverband zählt aktuell knapp 10000 Mitglieder in über 30 Vereinen – auch dank der Erfolge der deutschen Nationalmannschaften.


Die Nationalmannschaften
Deutschland gehört zu den erfolgreichsten Hockey-Nationen der Olympischen Geschichte. Die Herren-Nationalmannschaft gewann bisher 4 Goldmedaillen (1972 München, 1992 Barcelona, 2008 Peking, 2012 London). Die Damen holten 2004 in Athen sensationell Gold sowie mehrere Silber- und Bronzemedaillen (mehr zu den deutschen Olympiaerfolgen gibt es hier.
Auch bei Welt- und Europameisterschaften ist Deutschland regelmäßig auf dem Podest vertreten.
Regeln & Kompetenzen
Gespielt wird auf einem rund 90 x 55 Meter großen Kunstrasenfeld mit 11 Spieler:innen pro Team (inkl. Torwart).
Ziel ist es, den Ball mit dem Hockeyschläger ins Tor zu schießen. Tore zählen nur, wenn sie innerhalb des halbrunden Schusskreises abgegeben wurden.
Der Ball darf nur mit der flachen Seite des Schlägers gespielt werden. Jede Berührung mit dem Körper oder anderen Teilen des Schlägers stellt einen Regelverstoß dar.
Ein Spiel dauert 4 x 15 Minuten im Erwachsenenbereich.
Zu den wichtigsten Kompetenzen zählen Ballkontrolle und präzises Passspiel, Schnelligkeit und Ausdauer sowie Taktisches Verständnis und Teamwork.
Hallenhockey
In 1950er Jahren entwickelte sich, besonders in Europa, das Hallenhockey. Seitdem geht es in den Wintermonaten für die Hockeyspieler:innen in die Hallensaison. Hallen- und Feldsaison sind dabei vollkommen eigenständig. Die Maße des Hallenhockeys orientieren sich am Handball – ebenso die Größe des Tores und der Schusskreis. Gespielt wird mit 6 Spieler:innen (inkl. Torwart). Der größte Unterschied: In der Halle wird mit Seitenbanden gespielt. Hallenhockey ist somit schneller und intensiver, Feldhockey ist mehr von Taktik und Technik geprägt.
Die Ausrüstung
Die Ausrüstung beim Hockey ist simpel gehalten. Kunstrasenschuhe und ein Schläger reichen zum spielen, als Schutzausrüstung sind sowohl Schienbeinschoner als auch ein Mundschutz pflicht. Immer öfter nutzen Spieler:innen auch einen Handschuh auf dem Feld. In der Halle gehört der Handschuh mit zur Schutzausrüstung, dazu kommen Hallenschuhe und ein Hallenschläger, welcher dünner und leichter als sein Gegenpart auf dem Feld ist.


Weitere Informationen rund um den Hockeysport findet ihr mit den zwei Videoreihen der ehemaligen Olypiaathleten Moritz Fürste und Lisa Altenburg:
